Never buy. Adopt – Das Schicksal von Solomon

Jede noch so theoretische Tierphilosophie muss irgendwann einmal praktisch werden, daher nutze ich den heutigen Eintrag, um auf das Schicksal von Solomon aufmerksam zu machen, einem spanischen Mischlingshund in der Perrera von Almendralejo.

Erklärend sei gesagt, dass bei uns vor nunmehr einem Monat ebenfalls ein spanischer Hund eingezogen ist, der mich jeden Tag aufs neue begeistert. Vermittelt hat ihn der Verein „Friends for dogs“. Unser Hermes (ein wirklicher „Götterbote“!) saß zwar nicht lange in Spanien hinter Gittern, trotzdem muss ihn die Zeit dort sehr mitgenommen haben. Noch nie habe ich so viel ‚Dankbarkeit‘ bei einem Tier erlebt.

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Wir hatten zu Anfang große Bedenken, dass der neue Hund sich womöglich gar nicht mit dem Willi, unserer Katze, verstehen würde, aber diese (und andere) Bedenken hat Hermes als völlig unbegründet erwiesen. Er ist irrsinnig freundlich zu jedermann/frau, zu allen anderen Tieren. Natürlich haben wir uns schon so einiges anhören müssen zum Thema „spanische Hunde adoptieren“, wobei das wenigste davon Hand und Fuß hatte. Wer einmal die Zustände in den spanischen Perreras gesehen hat, dürfte solche Argumente kaum noch anführen. Die Tiere leben dort mit mehreren in kleinen, vergitterten Käfigen, im Sommer ist es unerträglich heiß, im Winter extrem kalt. Permanentes Gebelle ist in der Perrera an der Tagesordnung, es gibt keine Möglichkeit für die Tiere, einmal zur Ruhe zu kommen. Viele Tiere verbringen gar ihr halbes Leben dort, teilweise kommen sie halbverhungert oder schwer verletzt in die Perrera, wie unlängst erst Chimo, der mittlerweile dank einiger Spenden wieder auflebt:

chimo

(Übrigens: Das zweite Video zeigt auch kurz unseren Hermes!)

Solomon, auf den ich heute aufmerksam machen möchte, ist ein stattlicher Rüde, zwar erst seit April diesen Jahres in der Perrera, leidet dort aber akut.

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„Bei Solomon wurde Filaria festgestellt und er wurde erfolgreich behandelt. Leider ist auch er mit der Situation hinter Gittern völlig überfordert. Verzweifelt versucht er Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen. Der junge Rüde sehnt sich nach Aufmerksamkeit und Kontakt zum Menschen. Immer wenn jemand in der Perrera ist, versucht er auf sich aufmerksam zu machen. Damit steht er ständig unter Strom und leidet immens unter der Situation. Leider wird sich dies auch auf seine Gesundheit auswirken. Solche Hunde sind in der Regel oft nur Haut und Knochen. Man versucht sie natürlich zusätzlich zu füttern aber es ist schwierig, ihnen wirklich zu helfen.

solomon3„Solomon kam in einem guten Zustand in die Perrera. Leider hat ihn aber wohl doch niemand wiederhaben wollen und so wartet er nun auf eine zweite Chance. Der prächtige Rüde ist sehr anhänglich und verschmust, sucht den Kontakt zum Menschen, eigentlich ist Solomon ein riesiger Schoßhund. Mit seinen Artgenossen ist Solomon verträglich. Solomon ist noch jung und möchte das Leben genießen, Abenteuer erleben, durch Felder und Wälder streifen. Anschließend läßt er sich in den Schlaf kraulen. Er ist ein sanfter Riese, der gern in eine Familie mit Kindern vermittelt werden kann.“

Natürlich steht man vor dem dort versammelten Leid immer hilflos, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man zumindest für einen Hund eine ganze Menge tun kann. Vielleicht hat ja jemand von Euch die Möglichkeit, für Solomon oder einen anderen der vielen, vielen anderen Hunde dort etwas Gutes zu tun. Bei Interesse könnt ihr euch an die Gründerin von Friends-for-Dogs wenden, Nicole Behrendt.

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