Feldforschung: YouTube-Tiervideos

Wir sind es gewohnt, einigen Vermittlungsformen vom Wissen über Tiere zu misstrauen – sie erscheinen uns banal, naiv oder ganz einfach unwissenschaftlich. YouTube-Videos gehören zweifelsfrei dazu. Trotzdem würde ich meinen Ausflug in die Youtube-Tiervideowelt kaum in die Kategorie der ‚verschwendeten Zeit‘ einordnen wollen, im Gegenteil.

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Hier hat sich in den letzten Jahren eine kaum noch zu überblickende Masse an Videos angesammelt, die das Genre der Tiervideos beinahe neu begründen. Für die Tiere schaffen diese Videos einerseits ganz neue Probleme, so etwa bei den Plumploris, die durch ein einziges Youtube-Video zum Plumplori „Sonya“ vom Wild- zum Haustier avancierten. Weiterlesen

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Depressive Zebrafische: Mentale Zustände bei Fischen & moralische Zustände beim Menschen

Seit einiger Zeit bereits treten Fische vermehrt als Wissensfiguren in den tierphilosophischen und tierethischen Diskursen (und in eher unangenehm-aufdringlicher Form in den pseudo-privaten Angelfotos eines verzweifelt um Testosteron-Nachweise ringenden Wladimir Putins) auf. Ungewöhnlich ist ersteres insofern, als Fischen bislang noch kein derart exklusiver Zugang zur Sphäre „klassischer“ Tiertypologien vergönnt war, wie er etwa Hunden, Katzen, Primaten oder Schweinen als den üblichen Referenz-Tieren in tierphilosophischen Debatten zukommt. Weiterlesen